15.04.2013 Nerd Nite Berlin #15
Matthias Nguyen: Super Bowl? Was ist das für ein Hype?
Jedes Jahr im Februar ist es wieder da – das größte Einzelsportereignis weltweit. Alle reden über Super Bowl und die Show in der Halbzeit. Aber bis vier Uhr wach bleiben? Und war Football nicht so ein Rugby-Verschnitt? Matthias bringt Licht ins Dunkel und uns das komplexe Event näher.
Matthias Nguyen ist 24, studiert in den letzten Zügen Mechatronik und war noch nie in den USA. Dennoch begeistern ihn Basketball und American Football seit einigen Jahren.
Craig Schuftan: Irony Man
From the moment Kurt Cobain appeared on the cover of Rolling Stone wearing a t-shirt that read “Corporate Magazines Still Suck”, irony was established as the basic mode of youth culture in the 1990s, and by the end of the decade, a healthy sense of irony had became as indispensible a pair of cargo pants. Now that the 90s nostalgia industry is cranking into gear, we must be ready to defend ourselves from a new wave of grungesploitation, and once again, irony remains our brightest hope. With this in mind, music writer and broadcaster Craig Schuftan will present a step-by-step guide to the fine art of ironic consumption at Nerd Nite Berlin. In 2013, as in 1993, corporations will be rocked to their foundations as we buy their overpriced merch while making slightly sarcastic jokes about it!
Craig Schuftan is the author of three books on music and popular culture, The Culture Club (2007) Hey! Nietzsche! Leave Them Kids Alone! (2009), and Entertain Us! The Rise and Fall of Alternative Rock in the 90s. Born in Sydney Australia in 1974, Schuftan spent the nineties hoping that the breakthrough of alternative rock might lead to a more widespread social revolution in attitudes and ideas, while at the same time working to prevent this from happening by eagerly consuming every Gen-X-marketed fad under the sun.
Jan Goslicki: Weshalb Bitcoins eine technologische Revolution sind
Bargeld wird weltweit digital. Online einkaufen schneller, günstiger, anonym und sicher. Wir vertrauen verschlüsseltem Geld. Bitcoins sind wirtschaftlich & technologisch ein Mehrwert für die Gesellschaft. Der Kursanstieg spiegelt hohe Erwartungen an zukünftigen Geschäftsmodelle. Das Volumen und der Nutzen steigen mit der Akzeptanz & Anwendbarkeit.
Jan Goslicki ist kreativer Ökonom, Netzwerker & Trainer für Überzeugung & Guerilla Marketing. Die Elbe runter von Magdeburg nach Dresden, jetzt @Bitcoinsberlin an der Spree sesshaft, schreibt er gern Kommasätze, Ampersands & spielt Handball.
28.02.2013 Nerd Nite Berlin #14
Stephanie Dietze: 3000m bergab – auf nur einem Rad
Wie fühlt es sich an, mit einem Rad einen 3000m hohen Berg in den Dolomiten zu besteigen und wieder herunter zu fahren? Wie plant man ein solches Projekt? Was muss man können, was beachten? Und wie kommt man überhaupt auf die Idee? Stephanie erzählt von ihrem 3000m-Projekt und dem Extremsport Bergeinradfahren.
Stephanie Dietze fährt seit 18 Jahren Einrad. Sie ist mehrmalige Weltmeisterin ihrer Altersklasse im artistischen Einradfahren. Seit einiger Zeit hat sie sich auf Bergeinradfahren spezialisiert und verschiebt mit ihren Projekten regelmäßig die Grenzen des Sports.
Christian Vesterling: Ungeschriebene Verhaltensregeln im öffentlichen Raum
Unser Verhalten in der Öffentlichkeit wird bestimmt von Regeln, die niemand so genau benennen kann, die wir aber trotzdem intuitiv befolgen. Was sind das für Regeln? Wie kann man sie definieren? Wie entstehen sie? Mit diesen und anderen Fragen wird sich Christian Vesterling in seiner Präsentation über die ungeschriebenen Verhaltensregeln auseinandersetzen.
Christian Vesterling ist technischer Projektmanager mit Schwerpunkt im Bereich Optimierung digitaler Produktionsprozesse, hat eine Frau und zwei Kinder und versucht sich immer gut zu verhalten.
Christian Riesner: CSI Berlin – Digitale Spurenleser
Können ein paar Blutspritzer an der Wand eine Straftat aufdecken? Christian Riesner weiht uns in die Blutspurenmusteranalyse beim LKA Berlin ein. Er erklärt wie eine Tatrekonstruktion anhand von Blutspuren funktioniert, wie man mit Hilfe moderner Technik Tatorte rekonstruiert und so Täter überführt.
Christian Riesner ist seit November 2010 Tatortvermesser und Grafiker beim LKA Berlin. Er hat Vermessung/Geodäsie an der HTW Dresden studiert und von 2006-2010 Downunder ermittelt.
29.10.2012 Nerd Nite Berlin #13
Vollmond. Die Nummer 13. Das Halloween Special.
1. Stephen Cave: Four Ways to Live Forever
Who’s afraid of the Grim Reaper? Cave argues that we all are – and that we are all following one of four paths that promise we can evade him. Find out which one you are on and where it will take you.
Cave is a philosopher, critic and writer. He has a PhD in philosophy from the University of Cambridge, and before dedicating himself to writing served as a British diplomat. His first book is Immortality: The Quest to Live Forever and How It Drives Civilisation (deutsch: Unsterblich Fischer Verlag).
2. Alexander Bernhardt: The Death of Death. Von Zombies, Menschen und viiieeeel Gehirn
Zombiefilme haben das Bild der Popkultur entscheidend geprägt. Jeder weiß, was mit “Gehiiiiiirn” gemeint ist, die meisten Menschen haben auch eine (zumindest rudimentäre) Vorstellung vom Aussehen eines Zombies und nicht zuletzt macht Hollywood mit den schlurfenden Gestalten eine Menge Geld. Doch wo liegen die Urprünge der lebenden Toten? Was hat sie zu dem gemacht, das sie heute sind und wie werden sie für jede Epoche neu erfunden? Der Vortrag von Alexander Bernhardt beschäftigt sich mit genau diesen Fragen und versucht, ein wenig Licht in die Gruft zu bringen.
Alexander Bernhardt hat seinen Abschluss in Anglistik/Amerikanistik und Politikwissenschaft an der TU Chemnitz gemacht und arbeitet als Journalist in Berlin.
20.06.2012 Nerd Nite Berlin #12
1. Johannes Marx: Pitchtuner – Die perfekt an den Menschen angepasste (Musik-) Maschine
Wie kann elektronische Musik performbar gemacht werden? Elektronische Musik entsteht in Kisten, die vom Zuschauer nicht einsehbar sind. Wie kann dieser Entstehungsprozess nach außen getragen werden, damit er während eines Konzertes von den Zuschauern zu erleben ist? Der Vortrag von Johannes beschäftigt sich mit genau diesen Fragen und weiht uns ein in die Geheimnisse der Musikmaschinen.
Johannes ist Diplom-Psychologe, Musiker und Absolvent der School of Design Thinking, Potsdam.
2.Clark Weaver: Yesterday’s Glacial Cycles and Today’s Climate Change
Clark will be talking about the science of the past glacial cycles from ice core records, what Climate models tell us about today’s climate change, and discuss proposed strategies that might reverse the effect of green-house gasses.
Clark is a visiting scientist at Deutsches Zentrum fur Luft- und Raumfahrt (DLR), Oberpfaffenhofen. His home base is NASA Goddard Space Flight Center. He has had many meetings with staff members of the US Congress discussing Climate Change.
3. Johan Uhle: Anatomy of a Hack Day
Man nennt sie Hack Day, Hack Fest oder Hackathon. Computer Nerds versammeln sich, tauschen Wissen aus und entwickeln zusammen spannende Dinge. Diese Treffen beinhalten oftmals auch überlastete WLANs, eine Menge Club Mate, zu wenig Schlaf und ein hohes Maß an Kreativität. Warum tut man sich das an? Im Vortrag von Johan Uhle erfahren wir wie Hack Days entstanden sind, warum sie sich immer mehr ausbreiten, was genau dazu gehört und was wir von Hack Days für unsere tägliche Arbeit lernen können.
Johan ist ein Hacker aus Berlin. Bis vor kurzem arbeitete er als Backend Developer for SoundCloud. Er ist anerkannter build-hacks-fast-and-let-them-starve-later Programmierer, was er durch die Teilnahme an zahlreichen Hack Days weltweit perfektioniert hat. 2011 organisierte er den Music Hack Day Berlin. Aktuell kümmert er sich um den Music Hack Day Reykjavík, der im Oktober 2012 stattfinden wird.
27.04.2012 Nerd Nite Berlin #11
Marc-Wilhelm Kohfink: Warum sich Bienen in Berlin wohl fühlen – und nicht so im Umland.
Seit einigen Jahren gibt es einen Hype um die Stadtimkerei. Der Vortrag stellt dar, warum sich Bienen besser in der Stadt halten lassen als auf dem Land. Am Beispiel einer Berliner Imkerei wird gezeigt, wie Stadtimkerei speziell auf Dächern und Balkonen funktioniert. Abschließend erfahren wir welchen wichtigen Beitrag die Stadtbienen für den Kultur- und Medienstandort Berlin liefern. Ohne Stadtbienen wäre Berlin in vielerlei Hinsicht ärmer.
Dr. Marc-Wilhelm Kohfink (47) betreibt seit 1999 eine Stadtimkerei. Rund 30 seiner knapp 100 Bienenvölker sammeln unter anderem in luftiger Höhe am Potsdamer Platz und am Kurfürstendamm Nektar und Pollen. Er ist Autor des Buches “Bienen halten in der Stadt” und betreibt den www.imkerblog.de.
Max Yang: Der Zauber der Silberscheiben oder Datensicherung auf CD und DVD
Obwohl externe Festplatten in den letzten Jahren immer erschwinglicher geworden sind, sichern viele ihre Daten immer noch auf CD und DVD. Dafür sprechen, wie wir sehen werden, gewichtige Gründe. Doch gibt es bei der Datensicherung auf optische Medien einiges zu beachten, damit man noch lange Spaß mit seinem Archiv hat. Neben einem kurzen Blick auf die technische Seite wird es auch praktische Tipps geben, wie man die Daten – im wörtlichen Sinne – sichert und Ausfälle vermeidet.
Max Yang benutzt seit mehr als 11 Jahren optische Datenträger, um seine Daten zu sichern, und hatte bisher keine Ausfälle. Mit seinem Studium oder Beruf hat dies aber nur indirekt etwas zu tun.
Felix Eichholtz: Über Schärfe und Geschmack – aus dem Leben eines Chilifachverkäufers
Willkommen in der Welt des Chili. Chili ist nicht nur unglaublich gesund, sondern auch ein natürlicher Geschmacksverstärker, der körperliche Reaktionen wie Schmerz, Freude und Hochgefühle hervorrufen kann. Felix Eichholtz teilt sein Expertenwissen darüber, beleuchtet einige kulturelle und geschichtliche Aspekte über Chili und lässt uns an rein subjektiven Erkenntnissen über die Vielfalt von Kundentypen teilhaben.
Felix Eichholtz ist 33 Jahre alt, lebt seit 2001 in Berlin und hat hier einige Jahre als Kameraassistent, Tontechniker und Musiker gearbeitet. Seit Anfang 2009 betreibt er das Pfefferhaus in Berlin Mitte, ein Fachgeschäft für Chiliprodukte und Gewürze.
07.02.2012 Nerd Nite Berlin #10
Solon Lutz: Bäng – Boom – Bäng: Pyrotechnik – Voodoo oder Wissenschaft?
Von Honig & Salpeter bis zu hochfrequenzdichtem Fasernebel. Die Geschichte der Pyrotechnik ist eine Geschichte voller Irrtümer und Todesopfer. Wir werfen einen Blick in die Vergangenheit, in die Zukunft, auf die Chemie dahinter, die Technik darin und die Anwendungsgebiete in unserer modernen Welt. Außerdem beschäftigen wir uns noch damit, warum in Filmen immer alles anders ist als im richtigen Leben und man nicht aus Kaugummi und Abflußreiniger Sprengstoff herstellen kann.
Solon Lutz baute in der 9. Klasse seinen ersten elektrisch gezündeten Sprengkörper. Da Bombenbau trivial und nicht anspruchsvoll ist, wandte er sich als weiterem illegalen Hobby dem wesentlich publikumstauglicheren Feuerwerk zu. Heute kreiert seine Firma ‘pyro.labs berlin’ nette Dinge für Filme und andere Gelegenheiten. Nebenbei schreibt er außerdem seit 1996 an den deutschen Pyrotechnik-FAQ.
Max Yang: Deutschland gegen England – heute: Bahnverkehr
Die britischen Eisenbahnen gelten seit einer Unfallserie vor 10 Jahren vor allem im Ausland als notorisch unzuverlässig. Aber auch die S-Bahn Berlin hat sich in den letzten zwei Jahren nicht mit Ruhm bekleckert. Getreu dem Motto “Unter den Blinden ist der Einäugige König” wollen wir daher die Vor- und Nachteile beider Bahnsysteme analysieren und uns die Frage stellen, ob Deutschland sogar von Großbritannien lernen kann. Natürlich darf der Praxisbezug nicht fehlen: Wir schauen uns die Tarifsysteme an, damit ihr hier in Deutschland oder auch bei der nächsten UK-Reise für wenig Geld viel reisen könnt.
Max Yang hat während eines Auslandsstudiums die britische Lebensart schätzen gelernt. Er studiert Jura an der Freien Universität Berlin und fährt eigentlich sehr gerne Bahn, aber seitdem jede Sitzplatzreservierung vier Euro kostet, nicht mehr ganz so gerne…
Adam Fletcher: The Secrets Of My Failure
This talk looks at the cultural stigma surrounding failure. With Berlin booming as the startup city of Europe, we’re a city of ideas and dreamers. A very small number of our ideas will be good, most will be bad, implausible, stupid or all three. Yet we’ll spend far longer analysing every minutia of the successes, than chewing over any reoccurring themes in the bad. Is there not more to learn in failure? As a society we are obsessed with success, and dissecting peoples “secrets of success”, while rushing to quickly bury under the stairs any record of our failures. Lets look at why and imagine a world where we spent as much time dissecting failure as we do glorifying success.
Adam Fletcher is an EntrepreNerd living in Berlin. He is the founder of the innovative mystery product service The Hipstery, which works tirelessly to liberate its customers from “the burden of choice”. Adam has been active in the areas of Crowdsourcing since 2005 when he published his dissertation on the community of Threadless. Prior to founding the Hipstery, Fletcher worked for Microsoft in the UK, Spreadshirt in Germany and Sprite Software in New Zealand.
18.08.2011 Nerd Nite Berlin #9
Die Vorträge:
Kristine Mager: Wie der Tee in die Welt kam – Über die Vielfalt eines unscheinbaren Krauts
“Eine Freundschaft ist wie eine Tasse Tee. Sie muss klar und durchscheinend sein, und man muss auf den Grund sehen können”. So heißt es in einem chinesischem Sprichwort und in Frankreich ist zu hören: “Tee und Männer muss man vorrübergehend ziehen lassen”. Je nach Anbau-Region und Produktion zeigen sich ganz unterschiedliche Aromen und entsprechende Zubereitungsformen – und dabei ist an sich alles ganz einfach, stellt sich aber kompliziert dar. Für mich ist Tee wie die Menschen – ganz viel Ähnliches und doch so unterschiedlich.
Kristine Mager, trinkt seit vielen Jahren mit großer Begeisterung Tee und hat nach vielen Jahren Gastronomie (u.A. gemeinsam mit einem Freund ein bayerisch-morokkanisches Restaurant) ihr Hobby zum Beruf gemacht und ist seit 2003 im Tee-Handel tätig.
Martin Häcker & Stefan Berkner: Umwandlung der kinetischen Energie des Windes in Adrenalin – eine gänzlich unphysikalische Betrachtung warum Drachenfliegen Spaß macht
Powerkiting ist das Spiel mit der Kraft des Windes. Praktischerweise von Jedermann und nahezu überall ausführbar. Vom verspielten Tricksen mit dem Drachen, über das Spüren der Windkraft im Stand, bis zum Fahren mit Windkraft auf Land, Wasser und Schnee gibt es viele Spielarten, mit denen wir euch alle infizieren wollen. Auf eine Warnung verzichten wir hier vorsätzlich, schließlich wollen wir, dass Ihr alle genauso süchtig nach Drachenfliegen werdet wie wir.
Martin Häcker ist Informatiker und Softwareentwickler für den agile Entwicklungsmethoden die schönste Art zu Arbeiten sind. Nebenbei bildete er schon an der Uni die studentische Vertretung der Informatiker, gründete die Berliner Piratenpartei, schreibt Open Source Software – und ist so oft wie möglich bei Wind und Wetter auf dem Tempelhofer Feld.
Stefan Berkner ist Softwareentwickler, ebenfalls Pirat und der schnellste Rennfahrer Berlins, der sich ausschließlich von Windkraft antreiben lässt. Für ihn gilt: zu viel Wind ist erst, wenn die Leinen reißen.
Nicht stattgefunden – wird nachgeholt:
Frank Ringwald: 3D ist sexy – macht aber verdammt viel Arbeit
Heutzutage sind computergenerierte Bilder aus Medien, Werbung oder Film nicht mehr wegzudenken. Wann immer es darum geht Bildwelten zu erzeugen, bei denen das fotografische Abbilden der Realität an seine Grenzen stößt, sind Digital Artists gefragt diese mit den ihnen zur Verfügung stehenden technischen Mitteln zu produzieren. In seiner Präsentation wird Frank Ringwald einen Einblick in die immer noch sehr nerdige Denk- und Arbeitsweise eines solchen Artists geben und die wesentlichen Schritte eines 3D-Workflows zeigen.
Frank Ringwald kam Ende der 90er Jahre als Quereinsteiger zur 3D-Grafik und -Animation und arbeitet seit dem als Freelancer in diesem Bereich. Als Trainer gibt er seine gesammelten Erfahrungen in der 3D Welt ebenfalls weiter.
13.07.2011 Nerd Nite Berlin #8
Die Vorträge:
1. Michael Hug: Wie die Maus auf Schnee kam
Eine kleine, anschauliche “Case-Study” über Frustration, verquere Gedanken, Lösungsansätze und harte Realitäten im Sound-Design für so hippe Medien wie Film oder Games.
Michael Hug macht Musik und Sound für eben jene Medien. Er ist selbstständig tätig und darf deshalb im eigenen Studio und mit der tatkräftigen Unterstützung hervorragend qualifizierter Menschen genau diese Dinge jeden Tag machen. Gelernt hat er die ganze Sache Anfang der 90er in München und Boston und verdient seither seine Brötchen damit, zunächst in Chicago, seit 2000 eben in Berlin.
2. André Richter: “Nein verdammt, es ist kein Cello!”: Die realen Leiden eines Hockeyspielers
Auch mittelbegabte Sportenthusiasten sehnen sich nach Glücksgefühlen. Eine freizeitorientierte Möglichkeit, sich diese zu verschaffen, nennt sich Hockey. Nein, nicht auf dem Eis und auch nicht auf Rollschuhen! Ganz stinknormales Hockey. Ein kurzer Abriss über die Entstehung, seltsame Sitten auf dem Platz und das nötige Rüstzeug, um im “Golf für Arme” groß rauszukommen, werden anhand praxisorientierter Beispiele dem Auditorium näher gebracht – inkl. Anschauungsmaterial.
André Richter nimmt sich seit mehr als 20 Jahren immer mal wieder Zeit, um sich auf dem Rasen zu tummeln und einem Ball hinterherzulaufen. Seine gebückte Haltung perfektioniert er in den Spielpausen durch seine Geschäftsführertätigkeit in einer Internetagentur. Hockey und André: das ist ein Zwillingspaar wie Hänsel und Gretel, die Hexe ist der eigene Körper. Gern vermittelt er auch in Straßenbahnen älteren Leuten den Unterschied zwischen einem Cello-Behältnis und einer Hockeytasche. Seine sportlichen Erfolge sind mittlerweile Antiquitäten, machen sich aber hervorragend in der Vitrine zuhause.
3. Markus Grüneberg: Cocktails Backstage oder das Märchen von guten Cocktails und schlechten Bars
Ist es eine Gabe wirklich gute Cocktails zu kreieren, zuzubereiten oder schlicht weg zu erkennen? Diese Frage kann mit einem klaren Nein beantwortet werden. Aber dennoch treten vermeintliche Bars und Restaurants immer wieder in den Wettstreit, die „goldene Himbeere“ des Cocktails zu erringen und sich zugleich des Geschmacksterrorismus verdächtig zu machen. Also boykottiert man lieber jene Lokationen und schwört auf die eigene Hausbar. Mit einem kleinen Baukasten an Zutaten kann man schon wahre Wunderwerke vollbringen und Freunde in den Rausch versetzen – und zwar ohne Kopfweh am nächsten Morgen. Die wenigen Kniffe und Tricks, die einem zu außergewöhnlichen Drinks und den daraus resultierenden Geschmacksexplosionen verhelfen, werden der Zuhörerschaft verraten.
Markus Grüneberg ist seit 10 Jahren IT-Projektmanager und betreibt aus Leidenschaft genau so lange seine eigene Hausbar, in welcher so mancher Liter Alkohol zu Cocktails veredelt wurde.
26.05.2011 Nerd Nite Berlin #7
Die Vorträge:
1. Win Windisch: Die Top 5 des Berliner Ungehorsams
Die Geschichte Berlins wird normalerweise – so wie überall – als das Handeln großer Männer und einiger Frauen dargestellt, die die Geschicke der Gesellschaft leiten. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Denn es gibt auch die Geschichte der Vielen, die hinter der Geschichte der Mächtigen und Reichen steht, der “unruhigen, ständig querulierenden Einwohner von Berlin” wie sie einst Friedrich der Große nannte. Win Windisch stellt Euch seine Top 5 vor: von den Berlinern, die das allererste Schloss zerstörten bis zu der Putzfrau Minna Fritsch, die im Widerstand gegen die Nazis aktiv war.
Win Windisch studiert Philosophie und Soziologie in Berlin. Nebenbei arbeitet er als subversiver Stadtführer.
2. Craig Schuftan: The Glory of Love
For over half a century, conservative politicians, religious leaders and concerned parents have attacked rock and roll for encouraging children to take drugs, shoot guns and worship satan. But while this popular circus has been going on, rock music has quietly gone about its real business, poisoning the minds of five generations of young people with an even stupider notion. In this special presentation, Craig Schuftan exposes the truth about Rock music.
Craig Schuftan is an author and broadcaster from Australia, now living and working in Berlin. He is the author of two books on music and history; Hey! Nietzsche! Leave Them Kids Alone! (2009) and The Culture Club (2007). He is currently working on a third, Entertain Us! A Cultural History of Alternative Rock in the Nineties, which will be published in 2012.
3. Elmar Diederichs: Medienwirksamer Internetaktivismus durch effektive Graphentopologien
Hängt Internetaktivismus primär vom persönlichen Engagement Einzelner ab? Sascha Lobo, Web-Promi und Strategieberater, hat kürzlich auf der re:publica 11 hier in Berlin genau das behauptet. Wenn nun einzelne Individuen miteinander wechselwirken, dann kann man ihre wechselseitigen Beziehungen als Graphen mathematisch modellieren, wobei Blogger oder Publizisten als dessen Knoten aufgefasst werden. Doch die Art der Vernetzung der Individuen, die Topologie des Graphen und die Ausbreitung von Informationen unter den Internetaktivisten, d.h. die auf dem Graphen mögliche Dynamik können nicht unabhängig von einander betrachtet werden. Man kann zeigen, dass bestimmte topologische Charakteristika zufällige Anregungen von Graphen systematisch wegdämpfen. Interessanterweise sind dies genau diejenigen Graphentopologien, die wir normalerweise durch wissenschaftsjournalistische Slogans wie “Schreiben ist Werben” motivieren.
07.04.2011 Nerd Nite Berlin #6
Die Vorträge:
1. Laila Kühl: Schummelgrößen oder der Buchstabensalat im Kleiderschrank
In jedem Geschäft hat man eine andere Konfektionsgröße und jedes Mal beginnt von Neuem die Suche nach der richtigen Größe. Aber warum ist das so und was steckt dahinter? Und warum ist eine Größe 40 eine L oder doch irgendwie eine M oder noch besser eine 30? Diesem Phänomenen wird nachgegangen und bei Bedarf nachgemessen.
Laila Kühl ist Bekleidungstechnikerin und Schnittmacherin mit Leib und Seele und setzt sich tagtäglich mit den kleinen und großen Widrigkeiten der Bekleidungsindustrie auseinander.
2. Michael Mußler: Part-Time-Scientists … das Apollo Programm der Nerds
Die Präsentation beschreibt das Team Part-Time-Scientists, das einen Mondrover und eine Landeeinrichtung entwickelt, um auf dem Mond zu landen und den Googlelunarxprize zu gewinnen. Erklärt wird, was der glxp ist, wer die Part-Time-Scientists sind und wie sie arbeiten. Wenn die Räumlichkeiten es zulassen, werden auch Prototypen präsentiert.
Michael Mußler ist 41 Jahre alt und von Beruf Maschinenbaukonstrukteur. Er arbeitet zur Zeit als Verkäufer in einem Baumarkt.
3. Jörg Petri: Badewannenphilosophie – warum neue Medien ständig neuer werden können
In der Badewanne ist Jörg aufgefallen, dass die “Neuen Medien” inzwischen auch schon recht alt sind. Seit über 25 Jahren kommen immer wieder noch neuere Medien hinzu. Daher war es an der Zeit für seine Badewannenphilosophie. Sie beleuchtet drei grundlegende Bewegungen, die in der Entwicklung aller digitalen Medien stecken und für permanante Veränderung sorgen. Drinnen/draussen/dazwischen – mehr über die Badewannenweltformel der digitalen Medien erfahren wir im Vortag.
Jörg Petri ist Professor für Medienproduktion an der Hochschule Rhein-Waal und interessiert sich für alles, was digital ist, mit Schrift zu tun hat, oder beides.
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